Montag, 28. September 2026

Polak Puddingpulver - Fabrik...Weener...Ende 09.2026...

 Polak Puddingpulver - Fabrik...
Weener...Ende 09.2026...






...Albrecht Weinberg erinnert sich gerne an Polaks Pudding. Der 96-Jährige lebte in den 1930ern in der Nähe von Weener in Rhauderfehn – und besuchte dort regelmäßig seine Großmutter. "Ganz Weener hat nach Polaks Pudding gerochen – und dann gab's den auch zum Nachtisch mit ein bisschen Himbeersaft drauf." Als jüdischer Junge war seine Kindheit sonst geprägt von Bedrohung und Ausgrenzung. Später überlebte er die Konzentrationslager in Auschwitz und Bergen-Belsen. Doch an seine Besuche bei Oma erinnert er sich gern.

Auch die jüdische Unternehmer-Familie Polak rissen Krieg, Vernichtung und Flucht auseinander. Ursprünglich kamen die Pudding-Hersteller aus den Niederlanden; sie vertrieben dort schon seit 1899 ihren Mandelpudding. 1912 dann bauten Abraham Joseph Polak und sein Sohn Moritz Polak ein Auslieferungslager mit Packstation in Weener. 1918 wurde die Fabrik in der Bahnhofsstraße eröffnet.




Moritz Polak war 1921 gestorben, sein Vater Abraham Joseph zwei Jahre später. Die Geschäftsleitung in Weener hatten schon seit 1920 Moritz Polaks Schwager Samuel de Vries und der Kaufmann Wiard Popkes inne.

Samuel de Vries, der wie die Polaks Jude war, musste die Firma 1936 verlassen. Historikerin Mihan sagt dazu: "Wie man sich ja denken kann, ist die Firma Ende der 1930er-Jahre nicht mehr in jüdischer Hand gewesen." 1940 erwarb die Familie Popkes alle Anteile, ihr allein gehörte jetzt die Fabrik in Weener. Auch die Groninger Fabrik der Polaks kam unter deutsche Leitung.

Das Fabrikgebäude in Weener wurde im April 1945 durch kanadische Artillerie zerstört und dann nach dem Krieg wieder aufgebaut. Schon bald wurde hier wieder Pudding hergestellt...


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...Fortsetzung folgt...



Dienstag, 22. September 2026