...gefunden von meinem geschätzten Kollegen Dejalo/B.NRW...der aber keinerlei weitergehende Informationen finden kann/konnte...deshalb auch auf diesem Wege:
Wer kann mit Informationen zu dieser alten Fabrik helfen?!
Angeregt durch das Jahr der Trinkhallen fallen mir derzeit überall Kioske und Trinkhallen auf...und da bietet es sich doch einfach an, diese -in loser Folge- hier zu zeigen...
2016...das "Jahr der Trinkhallen" im Ruhrgebiet...
...ein wie ich finde sehr nettes und interessantes Projekt...
Das Jahr der Trinkhalle
Folgend eine Übersicht über die Aktivitäten und Veranstaltungen im Jahr der Trinkhalle:
Der 1. Tag der Trinkhallen
Am 20. August 2016 wird der Mythos
Bude in der Metropole Ruhr einen ganzen Tag lang völlig unkonventionell
inszeniert und zelebriert. Die Ruhr Tourismus GmbH organisiert zum
ersten Mal den Tag der Trinkhallen, bei dem außergewöhnliche Konzerte
und spannende Lesungen in 50 Buden verteilt über die gesamte Region
veranstaltet werden. Auch Kabarett, Theater, Tanz und Poetry Slam sollen
die Besucher der Trinkhallen unterhalten. Die Auftritte werden in den
Trinkhallen kostenlos angeboten, es soll die direkte kulturelle
Begegnung und der persönliche Austausch zwischen den Künstlern und den
Gästen an einem alltäglichen Ort wie dem Büdchen an der Ecke ermöglicht
werden. Die Ruhr Tourismus GmbH lädt gemeinsam mit dem Regionalverband
Ruhr und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport
des Landes Nordrhein-Westfalen im August 2016 zum „1. Tag der
Trinkhallen“ ins Ruhrgebiet ein.
Der erste Kioskclub 06 e.V. ( 01. KC 06) wurde
im Jahr 2006 als erster seiner Art in Dortmund im alten Museum am
Ostwall gegründet. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, den Kiosk, der mit
der Entwicklung der Städte zu Großstädten und der Industrialisierung im
19. Jahrhundert eng verbunden ist, zu erforschen, zu dokumentieren und
die Ergebnisse der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Neben der
Betrachtung der historischen Zusammenhänge und der Bedeutung der Kioske
für die Stadtentwicklung in Deutschland und Europa geht es dem Verein
auch um die Beleuchtung der Funktion und Bedeutung der Kioske in der
aktuellen Gegenwart. Ein spezieller Fokus wird hier auf die
Alltagskultur im direkten Umfeld der Kioske und Trinkhallen gerichtet...
Seit 2009 führt der Bochumer Schauspieler und
Theaterkünstler Giampiero Piria seine so genannten Kioskwallfahrten
durch. Dahinter verbirgt sich eine regionstypische Stadtführung, die dem
interessierten Teilnehmer ein neues Bild der Stadt, nämlich das aus der
Sicht der Kioskluke, vermittelt.
Auf festgelegten Routen, bei denen
die Kioske die Ankerpunkte bilden, erhält der Gast Einblicke in
stadtteilrelevante Zusammenhänge und bekommt einen unmittelbaren
Eindruck vom Alltag und Leben der Menschen in der Region. Ergänzt werden
die Führungen durch Darbietungen und Ausstellungen...
Das LWL-Industriemuseum widmet sich
der Geschichte und Gegenwart der Trinkhallen im Ruhrgebiet. Als
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur beleuchtet es die
Entstehung der Trinkhallen als Verkaufsstellen für Mineralwasser in der
Frühphase der Industrialisierung und ihre Entwicklung zu Verkaufsstellen
für Gelegenheitskäufe, kommunikativen Zentren der Nachbarschaft und
wichtige soziale Orte des Reviers. Auch in Zeiten des Strukturwandels
haben sie ihre soziale Bedeutung im Ruhrgebiet behalten...
So schließt sich wieder einmal ein Kapitel Soester Wirtschaftsgeschichte...und ein weiteres Soester Traditionsunternehmen verschwindet.
Endgültig.
Wie lange existierte das Unternehmen eigentlich am Standort Hammer Weg?!
Wenn man die früher dort ansässige Ziegelei Hilchenbach mit rechnet, dann dürften es wohl etwas mehr als 100 Jahre gewesen sein...aber:
Aus und vorbei.
Bleibt die Frage nach der Zukunft des Geländes.
Nachdem bereits der Großteil der Fläche des alten Freibades nebenan zum Wohngebiet gemacht, von der Stadt erfolgreich und problemlos verkauft und mittlerweile bebaut worden ist liegt der Gedanke nahe, mit dem Hilchenbach-Betriebsgelände ebenso zu verfahren...
...entsprechende Überlegungen meine ich bereits auch in der regionalen Tageszeitung gelesen zu haben.
Es liegt allerdings der Verdacht bzw. die Vermutung nahe, dass nach einer so langjährigen Nutzung des Geländes als Ziegelei, Bau-, Brennstoff- und Landhandel noch nicht unerhebliche Altlasten auf dem Gelände gefunden werden könnten...dürften...
Auf jeden Fall wird es spannend werden, die weitere Entwicklung zu beobachten...
...Fortsetzung von Teil II. / Abschluss der Bilderserie 03.2016...