Zitzke & Mascher Käsefabrik...
Bodenfelde...03.2026...
Lippoldsberg / Bodenfelde. In der Hauptstadt Berlin war „Bodenfelder
Käse“ jahrzehntelang ein Synonym für Sauermilchkäse, so wie „Tempo“ für
Taschentücher und „Uhu“ für Klebstoff. In Bodenfelde gab die Käserei
Zitzke und Mascher 80 Jahre lang vielen Menschen Arbeit. Der Ursprung
lag aber im benachbarten hessischen Lippoldsberg, verriet jetzt der
Bodenfelder Käsemeister Hermann Schneider bei einem Käseabend im
Schäferhaus-Museum in Lippoldsberg...
15.02.2012
...Die Käsefabrikation startete der damals 28-jährige Reinhold Zitzke 1898
in Lippoldsberg, wo er Marie Mascher geheiratet hatte. Der Anfang war
schwierig, weil es keine Forschungsergebnisse gab. Die Bauern hatten oft
versucht, den reichlich anfallenden Quark in Käse zu verwandeln, was
aber nur selten gelang. Der unternehmungslustige Kaufmann Zitzke sah
darin eine Herausforderung, die Technik hatte er bald zusammen, das
Rezept steuerte seine Frau bei. Die Käse vom Herbst 1899 waren sehr
pikant, „hatten Eisen für Bleichsüchtige, Würze gegen Magenverstimmung,
und für Trinker eine Delikatesse“, heißt es in Zitzkes Tagebuch....
...1899 betrug die Wochenproduktion 100 Kisten, in den besten Zeiten waren
es 3000 Tonnen pro Jahr. Der Bodenfelder Käse wurde deutschlandweit
verkauft, vor allem nach München, Berlin und ins Ruhrgebiet bis zur
Pleite Anfang 1983...
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...Fortsetzung folgt...










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