Samstag, 3. Januar 2015

Zeche Ewald Fortsetzung, Erkenschwick...im Schnee...12.2014...II.

Zeche Ewald Fortsetzung, Erkenschwick... ...im Schnee...12.2014...II.


...Fortsetzung der aktuellen kleinen Bilderserie Ewald Fortsetzung I. und Bergwerk / Schacht Haard...

 



...Größere Veränderungen brachten die 1970er Jahre: 

Der Verbund mit General Blumenthal 1976 führte zur Einstellung der Förderung auf Ewald Fortsetzung; 1978 erfolgte die Stilllegung im Altfeld Ewald Fortsetzung und die Gründung des Bergwerks Haard. 1977 - 1981 wurde der Schacht An der Haard 1 abgeteuft, der das nördliche Feld erschließt. 1984 wurde die Kokerei stillgelegt. Am 1. Oktober 1992 wurde die Zeche Ewald Fortsetzung mit der Zeche General Blumenthal zum Bergwerk Blumenthal/Haard zusammengelegt. Die Schächte 1/2/3 und 4/5 wurden als Bergwerk Haard weitergeführt. Im Juni 2001 erfolgte der Verbund von Blumenthal/Haard mit dem Bergwerk Auguste Victoria in Marl.
1997 wurde Schacht 2, 1999 die Schächte 1 und 3 der Altanlage verfüllt. Im Anschluss erfolgten Abrissarbeiten. Übrig blieben die Verwaltungsgebäude sowie das Deutsche Strebengerüst mit Schachthalle und Maschinenhaus von Schacht 3. Im nördlichen Zechengelände am Ziegeleitor hat sich auf 4000 qm ein ehrenamtlich betriebenes Museum mit einer sehenswerten Bergbausammlung angesiedelt. Auch Hochzeiten im Bergbau-Ambiente sind hier möglich.

Die benachbarte Halde Ewald Fortsetzung wurde vom Regionalverband Ruhr zu einem Naherholungsgbiet umgestaltet und im August 2009 der Öffentlichkeit übergeben.

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www.route-industriekultur.de 


























...vielleicht suche ich demnächst mal einige der alten/älteren Bilder von Ewald-Fortsetzung aus dem Archiv heraus...und stelle die dann hier ein. 

Wenn ich ein bisken Zeit dafür finde...

Deshalb:

Fortsetzung folgt...



Zeche Ewald Fortsetzung, Erkenschwick...im Schnee...12.2014...

Zeche Ewald Fortsetzung...
...im Schnee...12.2014...






Oer-Erkenschwick - am nördlichen Rand des Ruhrgebiets, an der Schwelle zu dem weitläufigen Waldgebiet der Haard gelegen - kann auf eine 100-jährige Bergbaugeschichte zurückblicken. Genau genommen betrifft es den Ortsteil Erkenschwick, denn hier wurde 1899 mit dem Abteufen eines ersten Schachtes begonnen.
Das Bergwerk, anfangs Graf Waldersee, später Ewald Fortsetzung genannt, ging 1902 in Förderung. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Zeche weiter ausgebaut; auf dem Gründungsareal nahe des Ortszentrums entstand die Anlage Ewald Fortsetzung 1/2/3.

Zusammen mit der Zeche wuchs die Gemeinde. Zahlreiche Siedlungen für die Bergarbeiterfamilien entstanden im Umfeld des Bergwerks. Das Leben in Oer-Erkenschwick hing zum großen Teil von dem Bergwerk ab - wie sehr, das wurde in den 1930er Jahren schmerzhaft spürbar, als in Folge der Weltwirtschaftskrise Ewald Fortsetzung in Absatzschwierigkeiten geriet und 1931 geschlossen werden musste. Erst 1938 konnte die Förderung wieder beginnen und sogar steigen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte die Beschäftigtenzahl mit 4500 ihren Höhepunkt. 1969 wurde die Zeche mitsamt der Kokerei in die neugegründete Ruhrkohle AG eingegliedert... 

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Eigentlich wollte ich ein ganz anderes Objekt in Marl-Sinsen 
-eine alte Villa- 
besuchen...dort jedoch ging so gar nichts...

...und da bot es sich einfach an, alternativ einmal wieder hier auf Ewald-Fortsetzung in Erkenschwick und in der Haard zu schauen, wie es aktuell so aussieht...

Bei meinem letzten Besuch in Erkenschwick auf 
Ewald-Fortsetzung war das Gelände noch komplett eingefriedet...die alte Pforte stand noch...und auch die große Wanduhr (oben) war noch vorhanden und heile...

...mittlerweile wird auf dem größtenteils abgeräumten EX-Zechengelände bereits kräftig am Wohnbebauung gearbeitet...


























...Fortsetzung folgt...



Freitag, 2. Januar 2015

Bergwerk Haard...Bergwerk Blumenthal/Haard...im Schnee...12.2014...III.

Bergwerk Haard...
Bergwerk Blumenthal/Haard...im Schnee... 12.2014...III.


Planung des Verbundbergwerks Haard/Olfen
Um den Ersatz auslaufender Lagerstättenkapazitäten zu sichern, ändert nach der zweiten Ölkrise die Bergbau AG Lippe das Aufschlußkonzept des Planungsraumes Haard/Haltern.

Danach dient das Haltern-Feld mit dem Reservefeld Hohe Mark ausschließlich dem Ersatz der Förderkapazität des Bergwerks General Blumenthal. Vom Bergwerk Haard aus, soll dagegen - wie bisher geplant das Baufeld Haard mit vier Achsen entwickelt, die Förderung stufenweise auf 8.000 Tonnen Kohlen täglich ab 1987 gesteigert und durch Erschließung des angrenzenden Olfen-Feldes Teile der auslaufenden Fördermöglichkeiten in der Emscher-Mulde ersetzt werden. Entsprechend dieser langfristigen Planung wird seit 1978 ein umfangreiches Explorationsprogramm mit Tiefbohrungen und seismischen Messungen durchgeführt.

Bereits im Februar 1979 berichtet Vorstandsmitglied Kleinherne anläßlich des Schacht- und Tunnelbaukolloquiums in Berlin über erste positive Bohrergebnisse im Planungsraum Olfen.

Der 80 qkm große Planungsraum Olfen ist nach 40 km seismischer Messungen und 17 Tiefbohrungen so weit aufgeschlossen, daß die Struktur der Faltung, die tektonischen Schollen, die Schichtenfolge und die Flözausbildung im wesentlichen bekannt sind. Das Lagerstättenmodell weist eine entwicklungsfähige Lagerstätte aus.

Der Planungsraum wird wie das Haardfeld von der weitgespannten sich nach Nordosten öffnenden Lüdinghausener Mulde zwischen dem Auguste-Victoria-Sattel im Norden und durch den General-Blumenthal/Schlägel & Eisen-Sattel im Süden geprägt.

Der erste Aufschlußplan, der Mitte 1980 in die Bergbauplanung der Ruhrkohle AG eingeht, sieht vor, zunächst den südlichen Feldesteil zu entwickeln.

Das etwa 28 qkm große Baufeld Olfen Süd liegt in den Kreisen Recklinghausen und Coesfeld des Regierungsbezirkes Münster und liegt unter Teilen der Städte Haltern, Datteln, Olfen und Lüdinghausen.

Bis zur Teufe von -1300 m NN steht ein ausgewählter technisch gewinnbarer Planvorrat von insgesamt rd. 72 Millionen Tonnen Kohlen an, davon sind 25 Millionen Tonnen oberhalb der 1000-m-Sohle...


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www.zeche-ewald-fortsetzung.de/chronik/planung-des-verbundbergwerks-haard-olfen


...doch dazu kam es dann ja 
-bekanntermaßen- 
nicht mehr...

...Fortsetzung der Bilderserie Teil I. und  Teil II. meines Weihnachtsbesuchts 2014 vor Ort...




































...das Gelände wird aktuell bewacht...das Betreten ist nicht erlaubt...und Verhandlungen mit dem Wachmann blieben erfolglos...

Schade.


...Ende...

 

Bergwerk Haard...Bergwerk Blumenthal/Haard...im Schnee...12.2014...II.

Bergwerk Haard...
Bergwerk Blumenthal/Haard...im Schnee...
12.2014...II.

 

Redder Straße Haard-Schacht wird 2015 verfüllt
OER-ERKENSCHWICK Der Haardschacht an der Redder Straße, der einst zum längst geschlossenen Oer-Erkenschwicker Bergwerk Haard gehörte, soll verschwinden. Ab Januar beginnen die Arbeiten.

Standsicher verfüllt werden soll der Schacht ab Sommer 2015 mit einer Betonmischung aus Zement, Wasser und 54 000 Tonnen Halterner Sand. Kostenpunkt: 3,5 Mio. Euro. Um diese Sandmassen an Ahsen vorbei und durchs Jammertal bis zum Schacht zu schaffen, seien 2 000 Lkw-Fahrten nötig, hat die RAG ausgerechnet. Der Transport beginnt schon im Januar.
1400 Lkw-Fahrten sollen im Januar und Februar stattfinden, ca. 50 Laster am Tag. Viel Betrieb auf der sonst so beschaulich-ruhigen Redder Straße. Die Laster sollen montags bis freitags zwischen 7 und 17 Uhr rollen. Der Sand wird am Schacht gelagert. Das Füllmaterial werde „intensiv kontrolliert“, um eine Wasserbelastung auszuschließen, teilt die RAG mit.

Der 1 116 Meter tiefe Schacht ist bereits in einer Tiefe zwischen 750 und 850 Metern mit einem Betonstopfen verschlossen. Obendrauf kommen jetzt 37 000 Kubikmeter Betonmischung. Seit 2001 liegt das Zechengelände im Dornröschenschlaf. Haardholztage fanden dort statt und ein Oldtimertreffen. Ansonsten war Stille – abgesehen von ungebetenen Besuchern, die Scheiben einwarfen, in den Gebäuden randalierten und Brände verursachten. In den 80er- und 90er-Jahren waren im Haard-Schacht Kumpel des Oer-Erkenschwicker Bergwerks Haard eingefahren. 2001 war letzte Schicht. Das Verfüllen soll bis Herbst 2015 geschafft sein. Der Gebäudeabriss folgt voraussichtlich ab 2016. Dauer: ca. ein Jahr...

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...Fortsetzung folgt...



Bergwerk Haard...Bergwerk Blumenthal/Haard...im Schnee...12.2014...

Bergwerk Blumenthal/Haard
...im Schnee...12.2014...






Das Bergwerk-Blumenthal/Haard war ein Verbundbergwerk im Ruhrgebiet.

Das Grubenfeld des Bergwerks lag unter den Städten Recklinghausen, Oer-Erkenschwick, Haltern und Marl.

1992 beschloss die Ruhrkohle AG die Zeche General Blumenthal in Recklinghausen mit der Zeche Ewald Fortsetzung in Oer-Erkenschwick zusammenzulegen. Dies geschah am 1. Oktober 1992. Es gingen ein die Förderanlagen Ewald Fortsetzung 1/2/3, General Blumenthal 1/2/6 sowie der Zentralförderschacht Blumenthal/Haard 11ein, ferner die Wetterschächte Ewald Fortsetzung 4/5, General Blumenthal 3/4, General Blumenthal 7, An der Haard 1und die Seilfahrtschächte General Blumenthal 8 und Haltern 1/2.

Das Bergwerk förderte über 3 Mio. Tonnen jährlich...






















...Fortsetzung folgt...