Montag, 27. April 2015

Waldbröhl / Stadt der Volkstraktorenwerke...Gut Rottland...Einfahrtsportal...04.2015...

Waldbröhl / Stadt der Volkstraktorenwerke...Gut Rottland...Einfahrtsportal...04.2015...

...Fortsetzung des Waldbröhl-Freds mit Hitlermauer, Hitlerschule und KDF-Säulen-Glockenturm... 




Nun haste mich wieder janz

...Gut Rottland hat eine wundersame Geschichte, es ist ein regelrechtes Kuriositätenkabinett des Dritten Reiches. Hier organisierte der "Romantiker der Bewegung", wie Hitler den Reichsorganisationsleiter nannte, wirklich über alle Maßen.

Die Familie Ley stammte aus Waldbröhl. Der Vater war kleiner Kötter. Er kam in eine Krise, steckte das Haus an, um die Versicherungssumme zu bekommen. Nun wollte der große Nachfahre Robert den Leuten zeigen, was er konnte. Gut Rottland hatte einst 160 Morgen. Ley kaufte es an, für seinen privaten Obersalzberg. 160 Morgen waren dem neuen Gutsbesitzer zu wenig. Er ließ enteignen und machte seine eigene Bodenreform. Schließlich hatte er 760 Morgen zusammen, darunter der Ley-Kotten von ehedem.

Ein Uebermustergut sollte Rottland werden...

...Ley dachte nicht nur an sich, er dachte auch an Ochsen, Kühe, Schweine und Kälber. Das Kälberhaus ist 95 Meter lang, die Innenwände sind holzgetäfelt.

Leys Phantasie schweifte weiter. Eine elektrische Kraftstation wurde erbaut. 8000 Tonnen Zement dazu als Fundament in die Erde gesenkt. Gearbeitet wurde nach Rüstungs-Dringlichkeits-Stufe I, während des ganzen Krieges. Drei Stunden vor Einmarsch der Amerikaner erst legten die Arbeiter Hammer und Meißel aus der Hand. 1000 kW sollten erzeugt werden, um Heizelemente im Boden zu speisen. Ley wollte auf der elektrisch geheizten Erde Gurken und Melonen züchten...

...Kiel hatte für Ley als Frau Nr. 2 eine große, schlanke, blonde Tänzerin ausgesucht. Tochter eines kleinen Theaterkapellmeisters aus Kaiserslautern, der dann, als er Leys Schwiegervater geworden war, zuerst zum Intendanten der Königsberger und später der Wiesbadener Oper befördert wurde. Hitler gab dem Paar seinen Segen. Die Flitterwochen verlebte es auf KdF-Reise.

Nach der Geburt des ersten Babys Lore Ley wohnte die Blonde auf Rottland. Kurz vorher hatte sie eine Morphiumentziehungskur absolviert. Sehnsüchtig erwartete sie eines Morgens ihren Robert, der im Staatsautomobil nach Waldbröhl raste. Als sie den Wagen in das Tor einfahren hörte, trat sie mit dem Baby auf dem Arm ans Fenster. Ley sah seine Frau nicht. Er war beschäftigt, er mußte erst Abschied von einer anderen Geliebten nehmen, die ihn auf der Fahrt begleitet hatte. Frau Ley legte das Baby aufs Bett, nahm eine Pistole und erschoß sich...

... Einige Tage später Beerdigung. Ley hatte Musikkapellen bestellt. Als der Sarg in die Grube gesenkt wurde, trat er ans offene Grab, erhob die rechte Hand und stotterte im rheinischen Dialekt: "Mmmein Führer, nnnun haste mich wieder janz."

In einer Zelle des Nürnberger Gefängnisses hat sich Ley 1946 erhängt...


Textquelle / kompletter Text:
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www.spiegel.de































...Ende...

 

Waldbröhl / Stadt der Volkstraktorenwerke...EIAB-Glockenturm / KDF-Säulen...04.2015...

Waldbröhl / Stadt der Volkstraktorenwerke...EIAB-Glockenturm / KDF-Säulen...04.2015...

...neben der Hitlermauer und den Resten der Hitler-Schule finden sich aber auch noch weitere Relikte an einer Stelle, an der man das eigentlich so gar nicht vermutet...eine wirklich nette Weiterverwendungsidee...




Geblieben ist von all den wahnwitzigen Bauvorhaben in Waldbröl, das Gut Rottland, die Hitlermauer und das ehemalige KDF (Kraft durch Freude) Hotel. Früher der Bundeswehr gehörend, ist es heute das Europäische Institut für Angewandten Buddhismus (EIAB). Es soll das größte buddhistische Zentrum Europas werden. Und auch hier findet man, außer dem riesigen ehemaligen KDF Hotel, was die Mönche als Kloster nutzen, noch Teile der NS Relikte.

Die Buddhisten bauten einen Glockenturm aus den alten Säulenteilen, die eigentlich für die riesige Eingangstreppe des KDF vorgesehen waren. Diese Säulenteile lagen schon bereit, wurden aber durch den zweiten Weltkrieg nie verbaut...


Textquelle:
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www.oberberg-nachrichten.de/aussergewoehnliche-orte-im-oberbergischen 

























...Fortsetzung folgt...




Waldbröhl / Stadt der Volkstraktorenwerke...Hitlerschule...04.2015...

Waldbröhl / Stadt der Volkstraktorenwerke...
Hitlerschule...04.2015...

...ein weiteres Relikt aus "finsteren Zeiten"...gelegen hinter bzw. oberhalb der sog. Hitlermauer...
 




Robert Ley hatte große Pläne mit Waldbröl, denn hier wollte er sich verwirklichen, das Traktorenwerk, eine Adolf- Hitler -Schule, ein KDF Hotel und seinen Gutshof wollte er voran bringen.

Hinter der Mauer sollte dann das eigentliche Bauvorhaben beginnen, die Adolf- Hitler -Schule. Extra dafür wurde ein Baubüro gebaut. Das Gebäude steht heute noch am Ende der Straße und beherbergt ein Schullandheim. Von hier sollten die ehrgeizigen Pläne umgesetzt werden. Die Schule sollte immense Ausmaße haben, denn angedacht waren außer den Klassenräumen auch Unterkunftshäuser mit Schlaf- und Arbeitsbereich, Sportanlagen und Turnhallen, ein Schwimmbad, Wirtschaftsgebäude und groß angelegte Gärten. 

Zu sehen sind davon heute noch Fundamente, Treppenstücke und Mauerteile...


Textquelle:
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www.oberberg-nachrichten.de/aussergewoehnliche-orte-im-oberbergischen 





























...Fortsetzung folgt...



Waldbröhl / Stadt der Volkstraktorenwerke...Hitlermauer...04.2015...

Waldbröhl / Stadt der Volkstraktorenwerke...
Hitlermauer...04.2015...




Außergewöhnliche Orte im Oberbergischen: 
Die Hitlermauer und die Stadt der Volkstraktorenwerke